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Autor Benedikt Stockebrand
Titel Nach dem Boom: Ein Gesundheitscheck für IT-Systeme
Paper
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Abstract

Spätestens seit der Mitte der 90er Jahre sind viele IT-Systeme in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft worden. Die damalige Einstellung "Geld spielt keine Rolex" hat allzu oft dazu geführt, daß unausgereifte Systeme mit übermäßigen Betriebskosten und allzu häufigen Betriebsstörungen in den leider nicht wirklich geregelten "Regelbetrieb" genommen wurden. Aber der Boom ist vorbei, heute entscheiden die Kosten, wer im harten wirtschaftlichen Alltag langfristig überleben kann.

Die präsentierte Vorgehensweise liefert eine systematische Analyse, die einerseits der IT-Fachseite die Inventarisierung, Priorisierung und Einschätzung der offenen Probleme erleichtert, andererseits aber auch einer Geschäftsleitung als technisch orientierte Entscheidungsgrundlage dienen kann, die die übliche betriebswirtschaftliche Analyse durch das Controlling komplementiert.

Neben der eigentlichen Technik, grob aufgeschlüsselt in Hardware, System-, Middleware- und Anwendungssoftware, werden insbesondere auch Dokumentation, Betriebsabläufe und das Training der Mitarbeiter, sowohl der User als auch der Betriebsverantwortlichen, ausführlich betrachtet.

Die Analyse setzt an drei Stellen an:

Der Regelbetrieb wird auf Performance im weiteren Sinne untersucht. Neben der konventionellen Suche nach Bottlenecks und Hot Spots ist das wesentliche Werkzeug eine Gegenüberstellung dessen, was unabhängig von der vorhandenen Lösung theoretisch möglich sein könnte, und was tatsächlich an Performance beobachtet und gemessen wird.

Zur Analyse der tatsächlichen und potentiellen Störungsfälle werden zunächst Störungsszenarien bestimmt, die dann auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen untersucht werden. Das Ergebnis zeigt unbereinigte "Altlasten" auf und ist Grundlage für eine betriebswirtschaftliche Risikoanalyse, die den Szenarien Risiken zuordnet.

Schließlich wird analysiert, welche Probleme langfristig auftreten können. Hier werden Probleme wie die Abhängigkeit von Softwarelieferanten, spezieller Hard- oder Systemsoftware genauso betrachtet wie abzusehende technische Paradigmenwechsel oder wie die Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitern.

Über den Autor

Benedikt Stockebrand (me@benedikt-stockebrand.de) ist Diplom-Informatiker mit dem Schwerpunkt Operations und Operations Management.

Nach mehrjähriger Tätigkeit in der Abteilung "Data Center Management" der T-Online International AG, zuletzt als Teilprojektleiter "Operations" in einem internen Großprojekt, ist er inzwischen selbständiger Berater im Unix- und TCP/IP-Umfeld.

Seine technischen Interessen liegen in den Bereichen Performance, Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit, Sicherheit und allgemein in den Problemen rund um einen geregelten, zuverlässigen und kostengünstigen IT-Betrieb.

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